Russischer Bär im Mondseeland

Im Mondseeland gesichteter „Russischer Bär" ist kein großes Säugetier und vor diesem „Bär" braucht sich niemand fürchten.

Bei einer Wanderung im Mondseeland und der Beobachtung verschiedener Schmetterlinge, an einem etwas verborgenen Genussplatz zwischen Mondsee und Wolfgangsee, entdeckte ich ein eigenartiges Blatt, das sich bei genauerer Betrachtung als Nektar saugender Falter entpuppte.

Mit der fast immer eingesteckten kleinen Minikamera konnte ich, diesen anfangs mir noch unbekannten Falter fotografieren.

Russischer Bär Russischer Bär im Salzkammergut

EU weit geschützter Falter

Der auch „Spanische Flagge" oder „Spanische Fahne" genannte „Russischer Bär" (Euplagia quadripunctaria bzw. Callimorpha quadripunctaria) ist über die EU Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie (FFH) geschützt. Dieser im FFH Anhang II angeführte Schmetterling der Gruppe der Bärenspinner ist selten, aber kann in günstigen Gebieten auch häufiger vorkommen. Im FFH-Anhang II sind Arten angeführt, für deren Erhaltung besondere Schutzgebiete ausgewiesen werden müssen.

In der österreichischen Bewertungsliste des Umweltbundesamtes zur EU Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie wird Euplagia quadripunctaria unter Nummer LRT 6199 als FV (favourable) mit günstigen Aussichten für die Erhaltung der Art bewertet.

Link zu PDF: Bewertungsliste des Umweltbundesamtes

Zweiter Russischer Bär im Mondseeland

Wenige Wochen nach der ersten Sichtung im Süden des Mondseelandes konnte Mitte August 2019 bei einem niedrig bewachsenen Kahlschlag südlich des Irrse (Zeller See) am Kolomansberg Nordhang, ein zweiter Russischer Bär beobachtet und fotografiert werden.

Russischer Bär am Kolomansberg